I’m afraid…

Eins ist mal klar, das Leben hält eine Menge bereit, um regelmäßig Blogeinträge erzeugen zu können. Das ist auch nicht das, wovor ich Angst habe. Es ist eher eine Verlustangst, die mich gerade umtreibt. Angst, dass meine Pläne nicht umsetzbar sind. Angst, dass die paar Teilnehmerinnen, die ich habe, mir wegbrechen und ich dann Yogakurse ohne Teilnehmerinnen habe. Angst vor Ablehnung, wenn ich trotzdem Geld möchte, wenn ich meine Kurse online anbiete. Zunächst war ich froh, dass die Erde zum Stillstand kommt, das Klima geschont wird, wenn weniger Flugzeuge fliegen und ich genieße die Straßen ohne viel Autos. Sofort stürzte ich mich in Aktionismus, kein Problem, wir machen alles online! Ich drehe Videos, alles läuft. Doch so war es dann nicht, denn das Leben der Anderen war ja auch anders und die Leute machen nicht so mit, wie ich es mir vorstellte. Ein paar sind dabei geblieben, andere schnupperten mal vorbei, was mache ich mit denen, die bereits bezahlt haben? Wie viel verlangt man denn jetzt für online Yoga? Alles im Allem ist es die totale Unterbrechung meines eben erst begonnenen Projekts der Selbstständigkeit. Und es ist auch nicht nur schlimm, ich genieße es alleine früh aufzustehen und in aller Ruhe Yoga und Meditation machen zu können und keine Termine einhalten zu müssen. Aber wie lange geht das noch so weiter? Wir können es nicht kontrollieren und soviel meditieren kann ich dann doch nicht, um sagen zu können es juckt mich nicht. Emotionen überrennen einen manchmal so sehr, dass selbst die rationale Betrachtung der Schicksale anderer nicht mehr hilft, um sich einmal komplett in Selbstmitleid zu baden und die Krise zu kriegen. Es sind Verluste, die für andere Luxusprobleme sind. Und das gibt mir ein noch bescheideneres Gefühl. Meine Beine fühle sich wackelig an, es reißt mir seit zwei Tagen den Boden unter den Füßen weg. Stabilität und Sicherheit sind aktuell für ganz viele Menschen nicht vorhanden und doch weiß ich ganz tief in mir, dass wir das alles nicht brauchen, um zu überleben und schon jetzt beim Schreiben dieses Beitrags spüre ich, wie sich mehr und mehr wieder dieses Gefühl von unendlicher Dankbarkeit für all das, was wir bereits haben, einschleicht. Ich kann auf unserem kleinen sonnengefluteten Balkon mit meinem Mann und den Kindern zu Frühstück, Mittag und Abend essen und ganz nebenbei die Nachbarschaft mit unserem Temperament beglücken (Sorryyyy! :-)) und dabei immer noch entscheiden, was wir denn heute schönes kochen wollen. Bleibt alle gesund und bis hoffentlich bald wieder offline. Namaste!

Harmonisiere Dein Wurzelchakra

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